Publikationen


KARLSBRÜCKE, KLEINSEITE, KAFKA
Der Prag-Guide (nicht nur) für Jurist:innen
160 Seiten
September 2025
MANZ, Wien | C.H.Beck, München | Stämpfli Verlag, Bern
- Ein einzigartiger Blick auf die Goldene Stadt an der Moldau
- Konzept, Recherche
- Gesamter Text
- Grafische Gestaltung, Fotos, Bildauswahl
Prag zählt zu den schönsten Städten Europas. Ihr Beiname »die Goldene« rührt vom Licht her, das die Sandsteinbauten in der Ebene am Moldauknie leuchten lässt. Prag scheint aus purem Gold gegossen, und wer die Zauberstunde am späten Nachmittag im Glanz der langsam untergehenden Sonne einmal erlebt hat, kommt davon nicht mehr los.
Ein außergewöhnlicher Reiz Prags ist sein eine historische Tiefe. Vielfältige Herrschafts- und Rechtssysteme ordneten das Leben der Prager Bevölkerung oft über lange Perioden hinweg und prägten Zeitgeist, Alltag, Kunst und Kultur. Allzu oft dienten diese Rechtssysteme lediglich den Herrschenden, und so entwickelte sich Prag über die Jahrhunderte auch zur Welthauptstadt der Rebellen, die sich gegen bestehende Verhältnisse auflehnten und nicht selten profunde Veränderungen anstießen.
Nach Reiseführern zu Rom, Paris, Wien und anderen europäischen Städten folge ich in diesem Guide nun juristischen Spuren in Prag. Erzählt wird von den Herrschenden, die Gesetze machten, von den Rebellen, die sie anfochten, und auch jenen manchmal durchaus unterhaltsamen kriminellen Talenten, die sie brachen.
Berichtet wird von Prager Berühmtheiten – von Kaisern und Königen, von Alchemisten und Rabbinern und natürlich vom berühmtesten Sohn der Stadt, dem genialen Erzähler und Versicherungsjuristen Franz Kafka. Berichtet wird auch von Orten der Rechtsprechung und -vollstreckung, von ehrwürdigen Bauwerken und längst im Dickicht der Zeitläufte verloren gegangenen Plätzen.
Damit bietet dieses Vademecum einen einzigartigen Blick auf die Goldene Stadt an der Moldau.
»Besonders stark ist der Ton. Klug, zugänglich, mit Sinn für Dramaturgie. Juristische Zusammenhänge werden verständlich erklärt, ohne den Leser zu unterschätzen. Immer wieder dieser Moment: kurz innehalten, hochschauen, denken „Verdammt, so habe ich Prag noch nie gesehen“. Und dann ist da natürlich Kafka – nicht als Denkmal, sondern als Mensch zwischen Akten, Ängsten und Sprache.
Am Ende bleibt das Gefühl, Prag nicht nur besucht, sondern verstanden zu haben. Zumindest ein Stück mehr als vorher. Und genau dafür liest man solche Bücher.«
A. Gerlach